
Ideation & Konzept:
Ziel dieser Arbeit war die Entwicklung eines hybriden Pedals, das den Bedürfnissen von Einsteigern im Rennradbereich gerecht wird und eine flexible Nutzung für sowohl sportliche als auch alltägliche Fahrten ermöglicht. Das Produkt soll sowohl eine Klicksystem-Funktion für eine bessere Kraftübertragung bei längeren Touren als auch eine flache Pedalfunktion für den schnellen Einsatz im Alltag bieten. Diese zwei unterschiedlichen funktionalen Plattformseiten sollen durch die Gestaltung der Anzeigefunktion einfach voneinader zu unterscheiden sein.

Entwurf:
Die beiden funktional unterschiedlichen Plattformseiten sind in ihrer Gestaltung und formalen Ausführung klar voneinander abgegrenzt. Der integrierte Klickmechanismus ist nicht nur eindeutig erkennbar, sondern übernimmt zugleich eine visuelle Anzeigefunktion. Bereits auf den ersten Blick wird deutlich, welche Seite der Plattform oben liegt. Die formale Differenzierung der Plattformseiten erfolgt gezielt über ihre Geometrie. Während die Schuhauflage bewusst planar ausgeführt ist, um eine stabile und sichere Standfläche zu gewährleisten, ist der Klickmechanismus dynamisch und plankonvex gestaltet. Diese Formgebung hebt ihn nicht nur funktional, sondern auch visuell klar von der Auflagefläche ab. Zusätzlich wird der Unterschied durch die Oberflächengestaltung verstärkt. Die Schuhauflage besitzt eine griffige, strukturierte Oberfläche, die optimalen Halt bietet, während der Klickmechanismus durch eine glatte, fließende Ausführung gekennzeichnet ist. Dadurch entsteht ein haptischer wie visueller Kontrast, der die unterschiedlichen Funktionsbereiche intuitiv erfahrbar macht. Auch die Farbgebung unterstützt diese klare Trennung. Die Schuhauflage erscheint in einer angeschliffenen Anmutung, während der Pedalkörper samt Klickmechanismus in schwarz eloxierter Ausführung gestaltet ist. Dieser gezielte Einsatz von Material- und Farbkontrasten unterstreicht die funktionale Differenzierung und trägt zu einer schnellen visuellen Orientierung bei.

Konstruktion:
Der Klickmechanismus basiert auf einem bewährten System mit vorderer Klemmmechanik und rückseitiger Federklaue, die gemeinsam ein sicheres Ein- und Ausklicken ermöglichen. Ergänzend wird eine Kompatibilität mit gängigen Cleat-Systemen sowie eine individuell einstellbare Auslösehärte gefordert. Gedichtete Kugellager sorgen für einen leichtgängigen, langlebigen Lauf auch unter widrigen Witterungsbedingungen. Darüber hinaus spielen Aspekte wie Wartungsfreundlichkeit und Montage eine wichtige Rolle. Dazu zählen unter anderem eine integrierte Werkzeugaufnahme, klare Seitenmarkierungen sowie optionale Features wie austauschbare Pins oder ein wechselbarer Klickmechanismus. Auch gesetzliche Anforderungen werden berücksichtigt, etwa durch die Integration von seitlichen Rückstrahlern pro Pedal gemäß StVZO.


Modellbau:
Zur Überprüfung der Proportionen und der Anordnung der einzelnen Bauteile wurde ergänzend ein physisches Modell erstellt. Dieses diente dazu, die grundlegenden Abmessungen sowie das Zusammenspiel der Komponenten realitätsnah zu evaluieren und frühzeitig mögliche Unstimmigkeiten in der Gestaltung zu erkennen. Insbesondere konnten so die Größenverhältnisse zwischen Plattform, Klickmechanismus und Achse sowie die ergonomische Nutzbarkeit besser eingeschätzt werden. Das Modell unterstützte somit den iterativen Entwicklungsprozess und trug dazu bei, gestalterische und funktionale Entscheidungen fundiert abzusichern.

